Lieben und sexuelle Anziehung

Stell dir einen kurzen Film vor: Zusätzlich zum Ton siehst du Untertitel mit den „wahren“ Gedanken.

Mann und Frau begegnen sich. Sie sagt: Es ist so romantisch mit dir. Ich liebe dich! Untertitel: Ich genieße das Kribbeln dieser schönen Gefühle. Wenn du bei mir bleibst/mich heiratest, dann bleiben diese Gefühle für immer. Er sagt: Ja, wirklich romantisch. Ich liebe dich auch! Untertitel: Ich bin erregt und möchte mit dir schlafen.

Ein abgedroschener Klassiker? Längst überwunden? Spätetestens in der nächsten Scene könnte es auch für dich vertraut klingen:

Mann und Frau im Streit. Sie sagt: Du machst alles kaputt. Ich liebe dich nicht mehr! Untertitel: Ich fühle mich entsetzlich ungeliebt. Wo sind diese schönen Gefühle geblieben? Ich hatte darauf vertraut, dass die schönen Gefühle mit dir für immer bleiben. Er sagt: Ja, es ist vorbei. Ich liebe dich auch nicht mehr! Untertitel: Ich bin von dir nicht mehr angeturnt und habe keinen Bock darauf, mich mit deinen blöden Launen rumzuschlagen.

Sexuelle Anziehung, die ich meist als Polarität beschreibe, kommt und geht von Augenblick zu Augenblick. Wenn wir unserer Entscheidungen für einen Partner nur darauf aufbauen, werden auch unsere Partner kommen und gehen. Wie kann Bewusstheit diesen Bereich des Menschseins durchdringen? Kann ich Polarität bewussst schaffen oder bleibe ich das Opfer meiner unbewussten Muster?

Mehr dazu unter:

Sexuelle Muster – Warum der Kontakt zwischen Mann und Frau so kompliziert erscheint.

Sexuelle Kultur – Wege zum bewussten Umgang mit Sexualtität

 

 

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