Lieben als “Scheiße mit Zuckerguss”

Sie: „Wenn Du … werde ich ganz angespannt, weil ich nicht weiß ob Du eventuell ärgerlich wirst“

Er: „Es klingt so, als ob ich wieder an allem Schuld wäre“

Sie: „Ich habe nur über mein Gefühl gesprochen …“

Eine derartige Kommunikation trägt einen offenbar tief verwurzelten Streit an der Oberfläche aus. Diese Oberfläche besteht darin, dass  die Art und Weise zu sprechen zum Gegenstand des Streites zu machen – und das “ganz nett”. Es wird vermieden anzuschauen, was wirklich da ist. Oft haben wir Angst mit unseren eigenen Gefühlen zur Reaktion der Partnerin nicht klar zu kommen.

Nett sein, als Geschenk aus dem Herzen, ist wunderschön. Nett sein, wenn es eigentlich die Angst vor Ablehnung ist oder wenn eigentlich darunter Ärger und Wut sind, ist etwas anderes.

Oft wollen wir unseren Ärger und unsere Wut nicht zeigen. Scheinbar um den Partner zu schonen. Die Wahrheit ist oft: Wir haben Angst vor der Reaktion. Dann häuft sich Groll an. Wir haben Angst, dass der Kessel platzt, dass die Beziehung beschädigt wird oder endet.

Du kannst aber recht sicher sein, deine Partnerin bekommt es ohnehin mit. Achte auf ihre Signale und Feedbacks! Spüre deinen Ärger, finde einen Weg, angemessen darüber zu kommunizieren!

Trau dich und schau nach, was unter dem Zuckerguss liegt. Sprich mutig deine Wahrheit!

Mit zunehmender persönlicher Reife und Qualität der Beziehung kann mehr und mehr an das Licht und die Stille des Bewusstseins kommen. Du kannst deine eignen Gefühle wahr-nehmen und lässt das Dramamuster einfach. Du brauchst deine Gefühle nicht mehr auf deinen Partner oder Partnerin zu projizieren und bis nicht mehr das Opfer.